Bonnie
20.10.1998 - 01.11.1999

Bonnie ist als Schwester von Tammie ebenfalls am 20.10.98
geboren. Sie sind beide am selben Tag zu mir gekommen. Bonnie war eine richtig
vorbildliche Schmuseratte. Immer wollte sie bei mir sein, sie kuschelte und
putzte mich ständig.
Anfang Oktober 98 fiel mir abends ihre plötzliche
Kopfschiefhaltung auf, auch war ihr Gleichgewicht sehr gestört, sie fiel oft auf
die rechte Seite. Nachdem vom TA eine Infektion, die diese Störung hervorgerufen
haben könnte, ausgeschlossen wurde, vermutete er einen Schlaganfall. Sie bekam
vorsorglich AB und weitere Medikamente. Es ging ihr nach wenigen Tagen wieder
besser, sie spielte wieder, genoss ihren Freilauf und kam scheinbar gut mit
ihrer Behinderung klar.
Am 31.10.98 fiel mir auf, das sie sich sehr apathisch
verhielt. Sie saß den ganzen Tag in ihrem Schlafhaus und kam weder zum Fressen
noch zum Freilauf heraus.
Auf einmal bemerkte ich, das sie in ihrem Haus einen
epileptischen Anfall bekam, sie streckte ihre Vorderbeinchen starr geradeaus,
erstarrte regelrecht, begann mit ihrem Mäulchen in der Luft herumzuschnappen und
ruderte dabei wie wild mit den Vorderbeinen. Das Ganze dauerte so 3 Minuten. Als
der vorbei war, habe ich sie sofort aus dem Käfig geholt, da war sie aber schon
wieder apathisch. Sie bekam diese Anfälle die ganze Nacht hindurch, etwas alle 3
Stunden, immer wieder abgewechselt mit völliger Apathie und planlosem wilden Hin
und Her Gerenne (vielleicht hatte sie in den Momenten Schmerzen).
Ich beruhigte sie während dieser Anfälle mit leisem
Zureden und vorsichtigem Streicheln. Manchmal bekam sie regelrechte
Fressanfälle, nahm aber nur Joghurt und Haferflocken zu sich, alles andere
verweigerte sie. Auch hat sie, wenn denn mal, viel getrunken.
Gleich Montag morgen sind wir zum TA. Diesmal wusste ich
ja, was auf Bonnie und auch auf mich zukommt, das machte die Sache aber nicht
einfacher!
Der TA geht jetzt doch von einem Hirntumor aus, davon
können solche epileptischen Anfälle hervorgerufen werden, zumal sie in so kurzen
Abständen auftraten, auch Schmerzen (das Gerenne) und die Apathie sprachen
dafür. Er hat Bonnie nur noch erlösen können.
Auch Du, Bonnie, wirst immer ein Stück meines Herzens bleiben!